26 GOLDMEDAILLEN FÜR DEN FRANCIACORTA

GROSSER ERFOLG FÜR EINE KLEINE REGION

Der weltweit renommierteste Schaumwein-Wettbewerb „The Champagne & Sparkling Wine World Championships 2019 (CSWWC)“ unter Tom Stevenson, Gründer und Vorsitzender des CSWWC, erfreut sich über ein Rekordjahr und hat insgesamt 185 Gold- und 212 Silbermedaillen vergeben.

Turra Franciacorta Brut ist Goldmedaillen-Gewinner.

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Zum ersten Mal hat Italien Frankreich überholt und mit 71 Gold- und 92 Silbermedaillen den größten nationalen Medaillengewinn aller Zeiten erzielt. Obwohl die Region Champagne mit 61 Gold- und 49 Silbermedaillen erneut als preisgekrönteste Region heraus stach, gab es in diesem Jahr sensationelle 26 Goldmedaillen für den Franciacorta, eine sehr hohe Anzahl für eine so junge und kleine Weinregion. Nicht umsonst wird die Region Franciacorta als „die Champagne italiens“ genannt.

Die Produktionsweise ist die Gleiche wie beim französischen Pendant. Gärung auf der Hefe und anschliessende Reifung in der Flasche während vielen Monaten. Das aufwändige Verfahren bringt eine sehr hohe Qualität und eine anhaltende Perlage. Der Unterschied von Franciacorta und Champagner zu Prosecco liegt unter anderem auch in der Vergärungsmethode: Tank vs. Flasche. Prosecco wird im Drucktank vergoren. Franciacorta und Champagner gönnt man eine sogenannte zweite Gärung in der Flasche, wodurch auch die typischen Bläschen entstehen.

Der klangvolle Begriff Franciacorta steht weder für ein Modelabel, noch handelt es sich um einen italienisch-weiblichen Vornamen. Vielmehr ist die Franciacorta eine Weinbauregion in der Provinz Brescia, Lombardei, und zwar eine, die viel Prickelndes zu bieten hat.

Der Name “Franciacorta” hat mittelalterlichen Ursprung und leitet sich vom Begriff “Franche Curtes” ab, was “franca contea” bedeutet, d.h. von der Steuerpflicht freigestelltes Gebiet. Die “Franzacurta”, wie sie im 13. Jahrhundert genannt wurde, war in der Tat ein Gebiet von Prioraten und Abteien und genoss besondere Privilegien. Sicher ist, dass der Name „Franzacurta“ erstmals 1277 in den Statuten der Kommune Brescia erwähnt wurde und dass eine erste exakte geografische Erfassung des Gebietes auf das Jahr1429 datiert wird. Den Begriff „Spumante“ (Sekt) nehmen die Winzer vor Ort nur ungern in den Mund, sie selbst hören viel lieber den Begriff “Franciacorta” für ihre Weine. Sie möchten auf gar keinen Fall mit einem Spumante oder gar süßen Sekt verwechselt werden. Und schon gar nicht mit einem Prosecco. Der Anspruch ist hoch. Man kann hier also getrost einen Spitzensekt der klassischen Flaschengärung (wie beim Champagner) erwarten, einen König der italienischen Schaumweine. Denn in vielerlei Hinsicht ist dieser Sekt ein Meisterwerk der Weinkunst, der sich mit viel Zeit und Wissen verfeinert.

Vordenker und Pioniere haben den Markt in den Siebziger Jahren geöffnet und den Franciacorta zu einer einzigartigen Erfolgsgeschichte positioniert. Er ist der Erste im Flaschengärungsverfahren erzeugte Schaumwein, der 1995 mit dem Gütesiegel „DOCG“ prämiert wurde (Denominazione di Origine Controllata e Garantita) der höchsten Auszeichnung für Qualität und Typizität. Franciacorta wird nur aus Chardonnay und/oder Pinot-Nero Trauben hergestellt. Der Gebrauch von Pinot Bianco ist bis zu einem Anteil von 50% gestattet. Wie bei jedem Qualitätswein sind die Produktionszeiten und methoden langwierig und müssen penibel und präzise eingehalten werden.

Die Weinlese erfolgt ausschließlich per Hand. Beim sanften Pressen der Trauben entsteht der Vorlaufmost für die Produktion der Ausgangsweine des Franciacorta, aus denen im Frühling bereits die Cuvée gebildet wird: eine Mischung von Franciacorta-Ausgangsweinen, auch verschiedener Jahrgänge, die bei sorgfältigen Degustationen ausgesucht werden und durch die jeder Hersteller die Eigenschaften bestimmt, die er „seinem“ Franciacorta verleihen will. Es folgt die Phase der Tirage, in der dem bereits abgefüllten Wein aktive Hefe zugesetzt werden, um eine langsame und natürliche zweite Gärung einzuleiten, bei der in der Flasche Kohlensäure entsteht (Schaumbildung). Dadurch steigt der Druck in der Flasche auf bis zu 5-6 atm. Die versiegelten Flaschen werden in den Weinkellern horizontal aufgeschichtet und bleiben in dieser Position so lange, bis die verschiedenen Franciacorta-Sorten gereift sind. Während dieser Monate erlangt der Franciacorta sein charakteristisches Geschmacksprofil und wird mit aromatischer Komplexität angereichert. Am Ende dieser Phase fallen in der Flasche Hefereste aus, die sich am Flaschenhals ablagern und später beim Enthefen (Degorgieren) entfernt werden. Während des Enthefens werden die Flaschen in eine aufrechte Lage gebracht und ihr Hals in ein Eisbad getaucht, wodurch sich ein Eispfropfen bildet, in dem alle Hefereste eingeschlossen sind. Beim Entfernen des Metallverschlusses ist der Druck im Inneren der Flasche so groß, dass der gefrorene Rest heraus gestoßen wird, wobei eine minimale Menge an Wein und Druck verloren geht. Bei nicht-dosiertem Franciacorta wird die Flasche mit wenig Wein aufgefüllt, bei den anderen kommt wenig Dosagesirup hinzu. Der Zuckergehalt der Flüssigkeit bestimmt die Geschmackssorte des Franciacorta.

Schließlich werden die Flaschen mit dem klassischen, pilzförmigen Sektkorken verschlossen, der mit Drahtgestell an der Flasche befestigt wird. Vor dem Verkauf bekommt jede Flasche ein Label des italienischen Staates- oder eine Banderole, die allen Erzeugern des Franciacorta-Schutzkonsortiums im Auftrag der Handelskammer Brescia erteilt wird, die auch das endgültige obligatorische Zertifikat der Bezeichnung DOCG des Franciacorta ausstellt. Auf dem Siegel ist die Aufschrift „Franciacorta DOCG“, die laufende Seriennummer, die Füllmenge und das Logo „F“ des Konsortiums, als ein weiteres Kennzeichen für Kontrolle und Aufsicht. Die Produktionsdauer des Franciacorta ist sehr lang , sie beginnt sieben Monate nach der Weinlese, wenn der aus Basisweinen bestehenden Cuvée Hefen zugesetzt werden, um dann abgefüllt zu werden.

Franciacorta kann man zu vielen Gerichten genießen, da jeder Wein eine eigene, ausgeprägte Persönlichkeit hat. Er wird in Kelchen (Franciacorta-Kelch oder generell ein Champagner-Kelch) bei einer Trinktemperatur von ca. 8° C serviert. Wir empfehlen Kombinationen mit Aperitifs und Gerichten aus Fisch/Gemüse, da sie den feinen Geschmack verstärken. Rosé eignet sich für schmackhaftere Fleischgerichte, Würstchen, Risottos und auch zu Gebäck und Torten. Der Satèn hingegen, hat einen samtigeren Geschmack, ideal also zu Aperitifs, Fischgerichten aber auch zu Rohkost, Carpaccio und Vorspeisen. Nicht auszuschliessen ist die Kombination mit Risottos und Pastagerichte. Selbstverständlich aber auch zu Aperitifs oder einfach so zum geniessen.

TURRA FRANCIACORTA

Werden länger verfeinert als die Zeit welche das Konsortium als minimum vorschreibt. Der Brut 24 Mte, der Satèn 30 Mte und der Millesimato 40 Monate.

WENIG DOSAGE

Die Produktionsweise ist vor allem auf die Qualität und auf den Respekt vor der Natur/Verbraucher ausgelegt, ohne das Produkt mit überhöhten Zuckerdosen zu belasten.